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Windows 10 EOL – was sind die Alternativen?

Windows 10 EOL – was sind die Alternativen?
Am 15. Oktober 2025 hat Microsoft den Support für Windows 10 eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt werden keine regelmäßigen Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt. Normalerweise schließt Microsoft jeden zweiten Dienstag im Monat („Patchday“) bekannte Sicherheitslücken und schützt PCs damit vor neuen Bedrohungen.

Was bedeutet das konkret für Windows-10-Systeme?
Ohne laufende Sicherheitsupdates gelten PCs mit Windows 10 zunehmend als potenziell angreifbar. Die Gefahr, dass Schadsoftware wie etwa Ransomware offene Sicherheitslücken ausnutzt, steigt mit jedem weiteren Monat deutlich an.

Reicht ein Antivirus-Programm nicht aus?
Auch moderne Sicherheitslösungen, wie beispielsweise Acronis XDR, können Angriffsmuster erkennen und viele Bedrohungen blockieren. Sicherheitslücken im Betriebssystem selbst lassen sich jedoch nicht durch Antivirensoftware schließen. Ein ungepatchtes Windows bleibt daher ein dauerhaftes Sicherheitsrisiko.

Windows 10 ESU als temporäre Lösung
Microsoft bietet Unternehmen im Rahmen der sogenannten „Extended Security Updates“ (ESU) weiterhin Sicherheitsupdates für Windows 10 an – für maximal drei Jahre. Diese Updates können über Microsoft-Partner bezogen werden, die Kosten betragen im ersten Jahr rund 70 EUR pro Computer (exkl. MwSt.).

Privatanwender in der Europäischen Union können ESU für weitere zwölf Monate kostenlos nutzen, sofern ein Microsoft-Konto registriert wird. Informationen dazu finden Sie direkt im Betriebssystem unter Einstellungen → Windows Update.

Kostenloses Upgrade auf Windows 11
Für alle kompatiblen PCs stellt Microsoft ein kostenloses Upgrade auf Windows 11 zur Verfügung. Voraussetzung sind unter anderem eine unterstützte CPU sowie das Sicherheitsmodul TPM.

Sind diese Anforderungen erfüllt, kann Windows 11 direkt über die Einstellungen installiert werden. Die Installation dauert – je nach Hardware – zwischen einer und drei Stunden. Persönliche Daten und installierte Programme bleiben erhalten. Detaillierte Informationen zu den Hardwareanforderungen finden Sie unter:
https://learn.microsoft.com/de-de/windows/whats-new/windows-11-requirements

Große Herausforderungen für Unternehmen – trotz ESU
Gerade für Unternehmen stellt das Ende von Windows 10 eine große Herausforderung dar. Häufig bedeutet der Umstieg den Austausch zahlreicher älterer, aber noch funktionierender PCs.

Zusätzlich stellen viele Softwareanbieter – etwa im Bereich ERP-, CRM- oder Buchhaltungssysteme – den Support für Windows 10 ein. Auch Microsoft beendet den Support für Microsoft-365-Dienste unter Windows 10 am 15. Oktober 2025. Zwar werden Office-Anwendungen wie Outlook, Word oder Excel weiterhin funktionieren, jedoch gibt es keine Garantie mehr, dass zukünftige Updates unter Windows 10 lauffähig bleiben.

Der Terminal-Server als Alternative
Eine mögliche Alternative ist der Einsatz von Terminal-Servern. Dabei arbeiten Mitarbeiter nicht mehr lokal auf ihrem eigenen PC, sondern auf einem oder mehreren zentralen Servern. Am Endgerät selbst wird keine Software installiert – der Zugriff erfolgt über eine einfache Verbindung zum persönlichen Benutzerkonto.

Software und Daten werden zentral bereitgestellt, der Server folgt unternehmensweiten Richtlinien und wird zentral gewartet und verwaltet.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Statt viele einzelne PCs zu betreuen, arbeiten alle Mitarbeiter auf einem hochverfügbaren System. Der Zugriff ist von nahezu allen Endgeräten möglich – egal ob Linux-PC, Windows-Notebook oder Tablet.

Früher waren Terminal-Server vor allem großen Unternehmen vorbehalten, da Betrieb und Wartung ressourcenintensiv und komplex waren. Durch moderne Cloud-Lösungen stehen Terminal-Server heute jedoch auch kleinen und mittleren Unternehmen offen.

Managed-Office bietet maßgeschneiderte Terminal-Server-Lösungen bereits ab drei Benutzern pro Server (ab 40 EUR monatlich pro Benutzer) an. Wir begleiten Sie bei der Migration von Ihrem lokalen System in die Welt des Terminal-Servers und unterstützen Sie – gemeinsam mit Ihrem IT-Dienstleister oder Ihrer IT-Abteilung – auch im laufenden Betrieb.

Weitere Informationen
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